Donnerstag, 19.07.2018
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Handball Titelverteidiger verdient rausgeflogen

Die Deutsche Nationalmannschaft ist bei der EM in Kroatien gegen Spanien mit 27:31 ausgeschieden. In der Neuauflage des EM-Finals von 2016 war die zweite Halbzeit ein Fehler-Festival.


Trotz einer guten ersten Halbzeit schaffte es die Deutsche Mannschaft nicht, die keineswegs überragenden Spanier in die Schranken zu weisen.

Der neue Bundestrainer Christian Prokop wechselte erneut hektisch.

In den Auszeiten gab er wiederholt zu viele taktische Maßnahmen vor, die die Spieler offensichtlich überforderten.

Ohne Not stellte er Anfang zweite Halbzeit auf ein 7:6-Überzahlspiel ohne Torwart um.

In keinem Angriff waren dabei einstudierte Spielzüge, die zu einer erhofften Überlegenheit hätten führen können, zu erkennen.

Stattdessen führten unzählige Abspielfehler zu einem 8:0-Lauf der Spanier.

Nach seiner unnötigen Auszeit gegen Mazedonien elf Sekunden vor Schluss, die den Sieg kostete, machte Prokop, der auch nicht als Motivator auftrat, erneut konkrete Fehler im Coaching.

Schon bei der Kader-Nominierung hatte er unverständliche Fehlentscheidungen getroffen, die er teils nachträglich selbst korrigieren musste.

Angeblich will der DHB trotzdem zunächst am 39jährigen, der den Verband erstmals eine halbe Million Euro Ablöse gekostet hatte, festhalten.

Der Ex-Gummersbacher Julius Kühn konnte gegen Spanien vier Tore erzielen.

Ex-VfL-Profi Patrick Wiencek traf zweimal.

Steffen Fäth, ebenfalls Ex-Gummersbacher, blieb ohne Torerfolg.

Der Marienheider Paul Drux von den Füchsen Berlin hatte sich gegen Dänemark einen Meniskusriss zugezogen und muss operiert werden.

Für den 22jährigen, der bis zu drei Monaten ausfällt, war die EM damit vorzeitig zu Ende.

Neuer Europameister ist Spanien nach einem 29:23 im Finale gegen Schweden.


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