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Handball VfL versagen vor eigenem Publikum die Nerven

Der VfL Gummersbach hat in der Bundesliga sein Heimspiel gegen den TVB Stuttgart unnötig verloren. Am Ende unterlag der VfL in einem schwachen, aber spannenden Kellerduell mit 25:26.


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Die Enttäuschung war den VfL-Spielern mehr als deutlich anzusehen.

Nach einer dramatischen Schlussphase muss sich der VfL vor 3.100 Zuschauern in der Schwalbe-Arena in den letzten Sekunden gegen den TVB Stuttgart mit 25:26 (15:14) geschlagen geben.

Am 28. Spieltag der Handball-Bundesliga präsentierte sich das Team von Trainer Denis Bahtijarevic in den ersten 20 Minuten dominant, ehe die Gäste aus Schwaben die Spielkontrolle übernahmen und schlussendlich die Punkte einfuhren.

Nach einem zaghaften Beginn beider Mannschaften war es der VfL, der in Person von Spielmacher Josef Pujol erst in der 4. Minute den ersten Treffer der Partie zum 1:0 erzielte und damit den Startschuss für eine gute Anfangsphase der Gummersbacher gab.

Beim 10:5 (16.) durch Moritz Preuss nach präzisem Anspiel von Pujol ging der VfL zum ersten Mal mit fünf Toren in Front.

Der VfL hielt seinen Vorsprung bis zum 15:10 in der 25. Minute durch Florian Baumgärtner konstant.

Dies sollte allerdings lange Zeit der letzte Treffer der Hausherren sein. Immer besser kam der TVB in der Schlussphase der ersten Halbzeit in Schuss, während die Gummersbacher sich Nachlässigkeiten im Abwehrverbund erlaubten.

Der VfL verfiel zunehmend in Hektik und brachte sich durch vier Gegentore in den letzten fünf Minuten um den verdienten Lohn, nämlich eine deutlich höhere Führung als das 15:14, das nach 30 Minuten auf der Anzeigetafel zu lesen war.

In die zweite Halbzeit startete der VfL nach einem Torhüterwechsel mit Matthias Puhle, der fulminant gleich vier Stuttgarter Torwürfe hintereinander parierte.

Seine Vorderleute konnten allerdings selbst keinen Profit daraus schlagen, so dass der VfL in der 36. Minute doch den 15:15-Ausgleich durch Stefan Salger hinnehmen musste.

Erst zwei Minuten später schloss Schröter nach halbzeitübergreifend 13 torlosen Minuten wieder erfolgreich zum 16:15 für die Gummersbacher ab.

In der 45. Minute verlor Pujol vorne den Ball und Sascha Pfattheicher brachte die Gummersbacher erstmalig mit drei Treffern in Rückstand (17:20, 45.).

Als Alexander Becker in der 50. Minute der Anschlusstreffer zum 21:22 glückte, befreiten sich die Gummersbacher endgültig aus ihrer Lethargie und heizten die Stimmung vor heimischem Publikum noch einmal ein.

Trotz weiterhin unglücklicher Abschlüsse und Ballverluste erarbeiteten sich die Oberbergischen eine spannende Schlussphase. Zwei Treffer von außen durch Schröter (57. und 58. Minute), der neben Keeper Puhle der beste Mann auf Gummersbacher Seiten war, brachten den 24:24-Ausgleich und die Halle stand Kopf.

Nach erneutem Einstand durch Pujol in der 59. Minute zum 25:25 hatten die Stuttgarter jedoch das bessere Ende für sich und erzielten neun Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. Mit 25:26 endete eine verrückte Partie, in der bis zum Schluss alles möglich war.

In der Tabelle bleibt der VfL 15. mit jetzt 14:42 Punkten, weiter vier Zähler vor den Abstiegsrängen.


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