Musik / CD

Kim Wilde: Here Come The AliensKim, die aus dem Weltall kam?

Vor ziemlich genau 37 Jahren legte die damals 20-jährige Kim Wilde einen fulminanten Start hin. Ihre Debüt-Single "Kids In America" wurde zum internationalen Hit, bereits wenige Jahre danach galt das Meisterwerk als Wave-Rock-Klassiker. Unzerstörbar ist der Titel bis heute geblieben, und Kims Vater Marty im Verbund mit Bruder Ricky, aus deren Federn der Song stammt, sollten ihr noch einige weitere Hochkaräter maßgerecht auf die Stimmbänder legen. In den Londoner RAK Studios, dort wo für Kim Wilde einst alles begann, wurde auch das neue Album "Here Come The Aliens" produziert.

Lässt man das Cover-Sammelsurium "Snapshots" (2011) und die Ende 2013 erschienene Weihnachts-Schmonzette "Wilde Winter Songbook" außen vor, ist es das zwölfte Studioalbum, und wieder setzt die Britin auf bewährte Familienbande: Neben Stammproduzent, Co-Songwriter und Gitarrist Ricky Wilde ist unter anderem Nichte Scarlett involviert, die die trashige Alien-Szene für das Coverbild gestaltete und zudem auch an den Tracks mitfeilen durfte.

Angeblich wurde Kim Wilde, die sich zeitweise auch schon als versierte Promi-Gärtnerin einen Namen machte, draußen im Grünen Zeugin einer UFO-Erscheinung. Gemeinsam mit Kims Kindheitserinnerungen zur Mondlandung wird daraus der Opener "1969", ein lupereiner Stadion-Rocker, auf dem die Gitarren verschmitzt jaulen und der Beat zum Mitklatschen verführt. Doch wer sich nun fragt, ob die Britin jetzt zur zweiten Joan Jett geworden ist, bekommt gleich mit dem folgenden, sich anschmiegenden Stück "Pop Don't Stop" eine klare Antwort.

Kim Wilde ohne ausgefeilte Harmonien und Mitsing-Chöre? Undenkbar. Zwischen einem "Video Killed The Radio Star"-Piano-Hook und Momenten, die ein wenig an Madonna erinnern, bleibt immer genügend Raum für Wildes unverkennbares Timbre. Flott flankiert von Riffs im Stile von Billy Idol, galoppiert "Kandy Krush" durch das erste Drittel von "Here Come The Aliens", ehe "Stereo Shot" sich zum Höhepunkt des Albums entwickelt. Ein Killer-Refrain, der auch in Wildes Frühphase hätte entstehen können, und flirrende Keyboard-Wolken generieren einen Hit mit echtem Suchtpotenzial.

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Keine Frage, die Wildes liefern wieder. Ob der von Blondie inspirierte Song "Birthday", stilsicher arrangierter Wave-Pop à la Duran Duran ("Yours Till The End") oder der souverän performte Discofox in "Addicted To You": Die ausgewogene Mischung aus (Glam-)Rock und Adult-Pop macht mächtig Laune, auch wenn die Qualität der Kompositionen in der zweiten Hälfte von "Here Come The Aliens" gelegentlich etwas abfällt. Wer übrigens gerne noch einmal live mit Kim Wilde feiern will: Im Oktober geht Deutschlands liebste Brit-Rockerin auf Tour.

Kim Wilde auf Tour:

02.10. München, Muffathalle

04.10. Mannheim, Capitol

06.10. Köln, Live Music Hall

07.10. Bremen, Pier 2

08.10. Bochum, Zeche

09.10. Hamburg, Große Freiheit 36

11.10. Schwalmstadt, Festhalle

12.10. Hannover, Capitol

13.10. Berlin, Huxleys Neue Welt

15.10. Frankfurt/Main, Batschkapp

16.10. Stuttgart, Theaterhaus

17.10. Nürnberg, Hirsch

Constantin Aravanlis

Audio CD
Bewertungüberzeugend
CD-TitelHere Come The Aliens
Bandname/InterpretKim Wilde
Erhältlich ab16.03.2018
LabelEarmusic
VertriebEdel
Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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