Musik / CD

Axel Rudi Pell: Knights CallEin Mann, ein Wort

Wie viele Platten hat Axel Rudi Pell bislang veröffentlicht? Eine. Und die sechzehn Mal. Böse Zungen könnten das behaupten. Fährt der Gitarrist und Songwriter doch seit einer gefühlten Ewigkeit auf ein und derselben Schiene. Allerdings muss das kein schlechtes Zeichen sein, wie die AC/DCs dieser Welt bewiesen haben. Und auch die Pellschen Alben erfreuen sich immer wieder großer Beliebtheit. "Knights Call" ist Nummer 17 in der Reihe und bekommt wie ihre Vorgänger das Prädikat: Wertvoll.

Hardrock und Heavy Metal, Authentizität und Achtziger, Gitarrendelikatessen und große Gesten: Blondschopf Pell, einst Saitenmann der viel zu früh aufgelösten Band Steeler, steht wie kein zweiter für solide, beständige Hartwurst-Qualität "Made in Germany", wobei mit Frontmann Johnny Gioeli (Hardline) und Schlagwerker Bobby Rondinelli (Ex-Black Sabbath, Rainbow) auch zwei Mitglieder aus dem internationalen Geschäft mit von der Partie sind. Vervollständigt wird die Band durch Ferdy Doernberg (Keyboards) und Langzeitkollege Volker Krawczak (Bass). Jeder hat seinen Platz, jeder bekommt seine Freiheit. Pell ist kein vom Egoismus besessener Virtuose, sondern songorientierter Häuptling.

Logo, Covergestaltung, Inhalt, all das hat sich nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn der Solokarriere gefestigt und seitdem kaum verändert. Die Albumstruktur können Fans mittlerweile im Schlaf aufsagen: Intro, flotter Opener, irgendwo eine Powerballade, Longtracks und der "catchy" Hit für den exzessiven Livegebrauch. Im Falle von "Knights Call" heißt es: Haken drunter. Und zwar ausnahmslos.

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Es ist ein wohliges Gefühl: Wenn der altbekannte Keyboard-Sound die Strophe des Achtminüters "The Crusaders Of Doom" dominiert, wenn in "Wildest Dreams" die Deep-Purple-Verbeugung nicht verheimlicht, sondern stolz vorgetragen wird. Wenn in "Tower Of Babylon" einmal mehr das exotische Flair zum Einsatz kommt und wenn "Long Live Rock" genau bis zu dem Zeitpunkt peinlich wirkt, an dem man sich selbst fäusteschwingend und Luftgitarre spielend auf dem Wohnzimmerteppich wiederfindet.

Besonders erfreulich: Das quirlige Instrumental "Truth And Lies", das mit einprägsamer Melodie, treibendem Groove und Uriah-Heep-Tastenklang sämtliche bösen Geister vertreibt, die einen Axel Rudi Pell auch diesmal wieder umkreisen werden. "Verändere dich endlich mal", flüstern sie. Nein, ihr kriegt den Mann nicht. Er bleibt, wie er ist. Und das ist gut so.

Axel Rudi Pell auf Tour:

26.04. Bochum, Zeche

27.04. Saarbrücken, Garage

28.04. Aschaffenburg, Colos-Saal

29.04. Nürnberg, Hirsch

01.05. München, Backstage

02.05. Ludwigsburg, Rockfabrik

05.05. Erfurt, HsD

06.05. Bochum, Zeche

08.05. Berlin, Huxleys

09.05. Hamburg, Grosse Freiheit 36

Alexander Diehl

Audio CD
Bewertungausgezeichnet
CD-TitelKnights Call
Bandname/InterpretAxel Rudi Pell
GenreHard & Heavy
Erhältlich ab23.03.2018
LabelSteamhammer
VertriebSPV
Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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