Musik

Auch Stardirigent Daniel Barenboim gibt Echos zurück

Das große Echo-Beben hält nach der umstrittenen Auszeichnung der Rapper Kollegah und Farid Bang weiter an: Nach diversen anderen Künstlern gibt nun auch Stardirigent Daniel Barenboim seine beiden Echos (2006, 2012) zurück. Begleitend dazu veröffentlichte der 75-Jährige eine ausführliche Stellungnahme, in der er indirekt auch die Veranstalter kritisierte.

Der jüdische Dirigent sei der festen Überzeugung, dass "Meinungsfreiheit und Freiheit in der Kunst" zu den "wichtigsten Errungenschaften und Werten einer demokratischen und offenen Gesellschaft" gehören. Mit diesen Freiheiten sei aber auch eine besondere Verantwortung verbunden. "Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und die offene Verachtung von vermeintlich Schwächeren und Minderheiten sind ein Missbrauch von Freiheit, den wir als Gesellschaft niemals tolerieren dürfen. Wir müssen uns geschlossen gegen solche Stimmen erheben und dürfen sie nicht auch noch dadurch bestärken, dass wir sie mit Preisen auszeichnen und dadurch legitimieren."

mehr Bilder

Deshalb hätten sich Barenboim und die Staatskapelle Berlin sowie das West-Eastern Divan Orchestra dazu entschlossen, ihre Echos zurückzugeben. Aus Protest gegen die Auszeichnung von Kollegah und Farid Bang hatten zuletzt auch schon Marius Müller-Westernhagen, Klaus Voormann, Igor Levit, Enoch zu Guttenberg, das Notos Quartett und Christian Thielemann ihre Echos zurückgegeben.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

Versenden Drucken

Weitere Artikel


CD-Archiv

CD-Archiv

Suche in der Radio Berg - CD-Datenbank nach Interpreten und/oder CD-Titeln.

Ticketshop

Sicher Dir im Radio Berg Ticketshop die Tickets Deiner Wunschveranstaltung!

Anzeige
Zur Startseite