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BERGISCHE REAKTIONEN Christian Wulff neuer Bundespräsident?

Christian Wulff ist in den Augen des Bergischen CDU-Bundespolitikers Wolfgang Bosbach der richtige Nachfolger für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler. Wulff habe als Ministerpräsident von Niedersachsen bewiesen, dass er ein Politiker aller Bürger sei.


Christian Wulff ist in den Augen des Bergischen CDU-Bundespolitikers Wolfgang Bosbach der richtige Nachfolger für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler. Wulff habe als Ministerpräsident von Niedersachsen bewiesen, dass er ein Politiker aller Bürger sei.

Dass SPD und Grüne Wulff nicht als parteiübergreifenden Kandidaten verstehen und deshalb den früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck ins Rennen schicken, lässt Bosbach kalt: "Das entscheidet nicht Rot-Grün", sagte Bosbach im Interview mit Radio Berg.

Bosbach rechnet nach der Einigung von Union und FDP auf Christian Wulff als Ministerpräsidenten, dass innerhalb der Bundesregierung und auch innerhalb der CDU Ruhe einkehrt. Die Rücktritte von Roland Koch als CDU-Ministerpräsident Hessens und Horst Köhler hätten der Union in der jüngsten Vergangenheit nicht geholfen. Wer das Gegenteil behauptet, der hätte Probleme die politischen Realitäten im Lande zur Kenntnis zu nehmen. Diese Hängepartie sei nun vorbei.

Die Gummersbacherin Michaela Engelmeiter-Heite aus dem Bundesvorstand der SPD sieht in der Lösung Wulff keine Lösung für Deutschland. Sie sieht keine besondere Befähigung bei Wulff, dass er das Amt des Bundespräsidenten ausführen könnte.

Stattdessen hält sie den Kandidaten von SPD und Grüne, Joachim Gauck, für den besseren Kandidaten. Es wäre ein gemeinsames Zeichen für Deutschland. Auch wenn die Chancen für Gauck wegen der deutlichen Mehrheit von Union und FDP in der Bundesversammlung sehr gering sind, glaubt Engelmeier-Heite an Gauck. Sie ist der Meinung, dass auch innerhalb der Union und FDP viele Gauck für den besseren Bundespräsidenten halten.

Engelmeier-Heite bedauert außerdem das Verhalten von Merkel, dass man im Vorfeld keinen gemeinsamen Kandidaten gesucht habe.

Die kompletten Interviews können Sie auf dieser Seite hören.

Am Donnerstag Abend hatten sich Bundeskanzlerin Merkel, CSU-Chef  Seehofer und der FDP-Vorsitzende Westerwelle auf den 50-Jährigen Christian Wulff geeinigt. SPD und Grüne gehen mit dem früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck (70) als Gegenkandidaten ins Rennen um das höchste Staatsamt.
(04.06.10)


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