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Handball VfL-Angriff zu schwach - Puhle verlängert

Der VfL Gummersbach hat am elften Bundesliga-Spieltag gegen die HSG Wetzlar die achte Niederlage kassiert. Aufgrund der schwachen Angriffsleistung war die 19:24-Pleite hochverdient.


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Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen, in der es dem VfL nicht gelang die eigene Nervosität zu bändigen, reichte ein leichtes Aufbäumen im zweiten Durchgang nicht aus, um die Niederlage zu verhindern.

Lediglich auf der Torhüterposition zeigte der VfL Normalform. So sahen die 3.518 Zuschauer in der Schwalbe-Arena ein schwaches Handballspiel, in dem die Blau-Weißen von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen und zu keiner Zeit in der Lage waren die HSG Wetzlar vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Wie wichtig die Partie für beide Mannschaften im Vorfeld war, zeigten die Anfangsminuten, in denen beide Teams sichtlich hektisch agierten und es bis zur 6. Minute dauerte, bis Bewegung in die Anzeigentafel kam. Zunächst gingen die Gäste mit dem ersten Treffer der Partie in Führung, ehe der VfL im unmittelbaren Gegenzug durch Drago Vukovic zum 1:1 ausgleichen konnte (6. Minute).

Den Hessen gelang es zuerst die Nervosität ein wenig abzulegen und zwei Treffer nachzulegen, während die Gummersbacher insbesondere beim Torabschluss schwächelten. In der neunten Minute verfehlte Ivan Martinovic bereits zum dritten Mal das Tor, ehe es Alexander Becker besser machte und den VfL auf 2:3 heranbrachte (10. Minute). Der VfL schien ein wenig mehr Fahrt aufgenommen zu haben und legte eine Minute später durch Vukovic zum 3:4 nach.

Bis zur Pause übertrafen sich die Gummersbacher allerdings im auslassen von teil klaren Chancen. Mit 9:15 ging in die Kabine.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff konnte Lichtlein, der unabhängig von seinen Vorderleuten einen ordentlichen Auftritt an seinem 38. Geburtstag hinlegte, eine besondere Duftmarke setzen: In der 31. Minute parierte er gegen Maximilian Holst den 500. Siebenmeter in seiner Bundesliga-Karriere und setzte damit einen Liga-Bestwert auf.

Trotzdem kam in der 43. Minute Matthias Puhle, dessen Vertragsverlängerung im Vorfeld der Partie bekannt gegeben wurde, für Lichtlein ins Spiel und setzte zwei Minuten später mit einer schönen Parade ein erstes Ausrufezeichen. Doch auch wenn Puhle dem VfL im Tor noch einmal mit insgesamt sieben gehaltenen Bällen Rückhalt bot, präsentierten sich die Gummersbacher im Angriff ungefährlich und machten es den Wetzlarern einfach ihren Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Der beste VfL-Schütze, Kapitän Drago Vukovic, der mit Villgrattner noch zu den Aktivposten in der Offensive gehörte, traf mit seinem sechsten Treffer zum 19:24-Endstand (59. Minute).

Für den VfL ist die Niederlage und vor allem der schwache Auftritt vor eigenem Publikum nach den stabilen Leistungen der letzten Wochen ein Rückschritt. Ohne Mut im Angriff und den nötigen Biss in der Abwehr hatten die Gummersbacher gegen die Gäste der HSG Wetzlar keine Chance.

In der Tabelle ist der VfL 15. mit 6:16 Punkten. Das Derby gegen den Bergischen HC steigt am Sonntag, den 11. November, um 13:30 Uhr in der Wuppertaler Uni-Halle.

Trainerstimmen:
Denis Bahtijarevic (VfL Gummersbach): "Wetzlar hat eine starke Abwehr- und eine solide Angriffsleistung gespielt. Wir haben die Unsicherheiten im Angriff auf die Abwehr übertragen, was zur Folge hatte, dass wir nicht sicher in der Abwehr gestanden haben. Ich hatte heute keinen Spieler, der ein Signal gezeigt hat, das Spiel zu gewinnen. Die Körpersprache ging in eine negative Richtung. Wenn Pouya ein schwaches Spiel hat, dann bringt das Unsicherheiten."

Kai Wandschneider (HSG Wetzlar): "Wir sind erleichtert, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben 60 Minuten hervorragende Abwehrarbeit geleistet. Till Klimpke hat alleine in der ersten Halbzeit elf Bälle gehalten. Wir haben den gefährlichen Pouya im Griff gehabt und ebenso Preuß. Wir haben den Ball laufen lassen. Ich bin nicht damit zufrieden, dass wir zu viele freie Bälle liegen gelassen haben. Ich hoffe, dass wir durch die zwei Punkte jetzt freier im Kopf sind. Till Klinpke hat sensationell gespielt."

Torhüter Matthias Puhle bleibt auch über die Saison 2018/19 heraus der Mann zwischen den Pfosten des VfL Gummersbach. Der Verein und Puhle einigten sich darauf den zum Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig um zwei Jahre zu verlängern.

"Mit Matze konnten wir einen absoluten Teamplayer an den Verein binden, der sich in den letzten Jahren immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat", freut sich VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler über die Erweiterung des Kontrakts von Puhle.

Der gebürtige Duisburger kam im Februar 2014 aus Balingen ins Oberbergische, nachdem VfL-Keeper Borko Riskovski nach Katar wechselte. Seitdem bildet Puhle mit Carsten Lichtlein das Torhütergespann der Gummersbacher. Auch außerhalb des Platzes engagiert sich der 33jährige im Verein.

"Matze ist ein bodenständiger Typ, der beim VfL auch als Torwarttrainer tätig und dadurch auch ein absoluter Sympathieträger bei den Fans ist", unterstreicht Schindler die Bedeutung von Puhle. "Deswegen freuen wir uns sehr, dass er auch die nächsten zwei Jahre den Weg mit uns geht."

Auch Puhle selbst freut sich über die kommende Saison hinaus Teil des VfL zu sein und die Entwicklung des Vereins mitzugestalten. "Ich fühle mich in Gummersbach sehr wohl. Die Mannschaft entwickelt sich ständig weiter und ich freue mich ein Teil davon zu sein", so der Torhüter.


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