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Facebook passt Datenschutz-Regeln für Seitenbetreiber an

Nach dem EuGH-Urteil im Juni gibt es nun neue Pflichten für Betreiber von Facebook-Seiten

Das Urteil im Juni schlug hohe Wellen. Die Richter des Europäischen Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass die Betreiber von Facebook-Seiten mitverantwortlich für deren Inhalte seien. Es ging dabei ursprünglich um die Verarbeitung sogenannter Seiten-Insights, also Informationen darüber, wie die jeweiligen Nutzer mit der Facebook-Seite interagieren. Diese Informationen bekommt jeder Seitenbetreiber, die Erhebung der Statistik kann nicht abgelehnt werden. Sie beruht zwar auf anonymisierten Datensätzen, wird allerdings über Cookies durchgeführt, welche eindeutige Nutzerkennungen enthalten und in Verbindung mit den Anmeldedaten für Facebook somit einem Nutzerkonto zugeordnet werden können.

Facebook hat seine bisherigen Bestimmungen nun entsprechend angepasst. Demnach muss die Verarbeitung der Insights-Daten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen. Außerdem müssen die Seitenbetreiber einen Verantwortlichen für die Datenverarbeitung der Seite benennen.

Das Urteil im Juni stand am Ende eines jahrelangen Rechtsstreits zwischen Facebook und Datenschützern. Letztere monierten insbesondere, dass die Nutzer nicht darüber informiert wurden, dass Daten erhoben und anschließend für zielgerichtete Werbung verwendet würden.

Jan Treber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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