
Prozess-Start: Ehefrau in Badewanne ertränkt?
Hat ein heute 63-jähriger seine Frau erst betäubt und dann in der Badewanne ertränkt? Das versucht das Kölner Landgericht ab Freitag zu klären: Über vier Jahre nach dem Vorfall startet der Prozess gegen den Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor – er soll versucht haben, das Ganze als Selbstmord auszugeben.
Veröffentlicht: Freitag, 10.04.2026 08:28
Die Anklage zeichnet ein sehr berechnendes Bild von dem Mann: 2021 soll er beschlossen haben, seine Frau zu töten. Der Grund: Anhaltende Ehestreitigkeiten. Seinen Plan umgesetzt haben soll der Wermelskirchener am 28. Dezember.
Laut Staatsanwaltschaft soll er seine Frau erst mit im Kaffee aufgelösten Schlaftabletten betäubt und dann vollständig angezogen in die Badewanne gelegt haben. Als sie kurz aufwachte, soll er sie gewaltsam unter Wasser gedrückt und so ertränkt haben. Als genug Zeit vergangen war, soll er den Notruf gewählt und angegeben haben, dass er seine Frau leblos gefunden habe. Reanimationsversuche vor Ort blieben erfolglos.
Für den Prozess sind acht Verhandlungstage bis Ende Juni angesetzt.